"Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel."
Johann Wolfgang von Goethe

„Bindung kommt vor Bildung.“

… eine Tatsache, die ich als Mutter von vier Kindern täglich erlebe und intensiv gestalte.
Und die mich viel Zeit, Selbstdisziplin, Toleranz und Ruhe kostet.

Eigenschaften, die mehr und mehr Eltern durch schwierige soziale, finanzielle und emotionale Umstände behindern, ihren Kindern eine sichere Bindung und blindes Vertrauen zu ermöglichen. Doch genau das ist die Basis für jedes Kind, Neugier, Selbstbewusstsein, Mut zu entwickeln, seine Umwelt zu erforschen, seine Talente zu erproben und zu verwirklichen, ein tragendes soziales Umfeld aufzubauen.

Wir, die Stiftung Starke Bande, wollen diese Mütter, Väter und Kinder in und um Frankfurt herum darin unterstützen, zu einer Familie zusammenzuwachsen, in der Fürsorge, Rücksicht und Zusammenhalt das Miteinander prägen. Darum ermöglichen wir ihnen eine aufsuchende, individuelle Psychotherapie, auch mit dem Ziel, sie dazu zu befähigen, selbst die Verantwortung für sich und ihre Kinder zu übernehmen und ein eigenständiges Leben, unabhängig von Transferleistungen, zu führen.

Annika Fink, Stiftungsgründerin

Stiftung

Vorstand

Astrid Schulte, Vorstand

Dr. Patricia Trautmann-Villalba, Geschäftsführender Vorstand

Stiftungsrat

Annika Fink, Stiftungsgründerin

Gabriela Jaecker

Kathrin Metzner

Dr. Heike Wagner

Ein großer Dank

Die letzten Monate haben uns allen gezeigt, wie schnelllebig, instabil, unbekannt und neu unser Leben sich durch äußere Umstände, die wir eigentlich nicht beeinflussen können, verändern kann. Situationen, die uns spüren lassen, wie viel Kräfte wir haben, aber auch, wo unsere Energie, Vertrauen und Möglichkeiten ihre Grenzen haben.

Seit nunmehr elf Jahren arbeiten wir mit Menschen, mit Familien, die sich in dieser Situation befinden, auch ohne eine Pandemie. Familien, die eine für mich jedes Mal aufs neue bewundernswürdige, unglaubliche Energie und Kraft aufbringen, durch die therapeutische Arbeit und Unterstützung ihr Leben und das Leben ihrer Kinder verantwortungsvoll, vertrauensvoll und selbständig führen zu können.

Diesen Prozess begleiten zu können und die Fortschritte mitzuerleben geben uns die Freude, die positive Kraft weiterzumachen.

Aber auch diese unerwartete, umwerfende Anteilnahme aller Spender und Unterstützer, die trotz Lockdown und teils wachsender eigener Sorgen durch die Berichte in der FAZ ohne Zögern geholfen haben, sind für uns eine anhaltende Quelle neuer Energie. Die Nachfrage nach therapeutischer Hilfe ist in den letzten Monaten deutlich gestiegen, besonders im Bereich von Kindern psychisch kranker Eltern. Mit Ihren Spenden können wir sowohl aufsuchend als auch in kleinen Therapiegruppen adäquat auf die Jugendlichen und Familienmitglieder eingehen. Mit mehr Therapeuten und Psychologen.

Wir danken von Herzen für diese großzügige Unterstützung, und wir danken besonders der FAZ, die auf unsere kleine Stiftung aufmerksam wurde und an unsere Arbeit geglaubt hat/glaubt.

Søren Kierkegaard sagte: „Etwas zu wagen bedeutet, vorübergehend den festen Halt zu verlieren. Nichts zu wagen bedeutet, sich selbst zu verlieren.“

Das Wohl der Mitmenschen in diesen Zeiten nicht aus den Augen zu verlieren, sondern uns und viele andere Organisationen zu unterstützen, den Hilfesuchenden die Möglichkeit, sich zu wagen zu ermöglichen, das finde ich einfach wunderbar, und es erfüllt das Team der Starken Bande und mich mit tiefer Freude und neuer Energie. 

Annika Fink

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